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Über mich

In der Erstversion dieser Seite habe ich insbesondere über die Schönheit des Gebietes geschrieben, das nun bald das „Gewerbegebiet Ginsterfeld“ werden soll. Daraufhin wurde mir oft vorgeworfen, dass es ja nicht nur um eine schöne Landschaft, sondern auch um wirtschaftliches Wachstum und den Wohlstand der Overather Bevölkerung gehe.

 

Dies ist mir sehr wohl bewusst. Daher möchte ich an dieser Stelle noch eine etwas andere Sicht auf die Dinge aufzeigen:

 

Wir Deutschen neigen bekanntlich dazu, auf hohem Niveau zu jammern. Was ist denn Wohlstand? Die meisten von uns haben ein Dach über dem Kopf und sauberes, ja sogar fließendes, Trinkwasser. Die wenigsten Deutschen müssen ernsthaft Hunger leiden. Wir alle leben in Frieden und können ohne Angst auf die Straße gehen und darüber hinaus haben wir auch noch ein Recht auf kostenlose (Schul-)Bildung. Also: Es geht uns doch gut! 

Aber dennoch wird weiterhin Wachstum und noch größerer Wohlstand gefordert. Vor dem Hintergrund von sinkenden Bevölkerungszahlen in Deutschland und einem herannahenden und nicht mehr aufzuhaltenden Klimawandel ist es aber unverantwortlich weiterhin wertvolle, landwirtschaftlich genutzte Flächen zuzubauen. Schon jetzt kaufen wir mit unserem Geld  Lebensmittel, Viehfutter oder Mais für unseren Biosprit in Ländern der sogenannten „Dritten Welt“, statt es selbst hier anzubauen. Damit vergrößern wir die Not der Menschen, deren Ackerflächen aufgrund der anderen klimatischen Verhältnisse ohnehin nicht so ertragreich sind wie hier. Denken Sie doch mal darüber nach, wie es wäre, wenn Sie nicht in Deutschland, sondern in einem Land der sogenannten „Dritten Welt“ geboren worden wären. Würden Sie nicht auch die Menschen aus den Industrieländern verfluchen, die Ihnen Lebensmittel und Viehfutter vor der Nase wegkaufen? Oder die ihren E10-Mais auf Ihrem besten Acker anbauen?

Selbst wenn wir nur an uns denken, muss Deutschland im Hinblick auf den Klimawandel und eine wachsende Weltbevölkerung in der Lage bleiben, sich eigenständig mit Lebensmitteln zu versorgen.
 (mehr dazu unter „6. Landfraß“ auf „Pro / Contra“).

Weiterhin an einer Wachstumsideologie festzuhalten, ist in meinen Augen Irrsinn in einer endlichen Welt. Wir sollten vielmehr das pflegen und ökologisch verbessern, was wir geschaffen haben. Dies kann man auf die ganze Welt genauso beziehen, wie auf die Stadt Overath. Nur so wird es möglich sein, auch für zukünftige Generationen eine gleichbleibende Lebensqualität zu gewährleisten und einen lebenswerten Planeten zu erhalten.

 

 

Ihre Bettina Konstanti

 

 

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